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Rosenkohl im November: Heimische Ernte auf dem Hoehepunkt
Der November ist die Haupterntezeit fuer Rosenkohl in Deutschland. Nach Angaben des Bundeszentrums fuer Ernaehrung (BZfE) laeuft die Ernte je nach Sorte von September bis in den Maerz hinein, den Hoehepunkt erreicht sie in den beiden letzten Monaten des Jahres. Ueber die Haelfte der deutschen Ernte stammt dabei aus Schleswig-Holstein, wie das BZfE mitteilt. Importierte Ware kommt zu rund 90 Prozent aus den Niederlanden.
Der kleinste Vertreter der Kohlarten gilt vielen als Edel-Variante in der grossen Kohlfamilie. Botanisch gehoert Rosenkohl zur Familie der Kreuzbluetler, wie Brokkoli, Blumenkohl, Rotkohl oder Wirsing. Seine Besonderheit: Die kleinen Blattroeschen wachsen dicht und spiralförmig von unten nach oben an einem hochwuechsigen Staengel. Fuer die Ernte werden die Struenke abgeschlagen, die Roeschen anschliessend per Hand oder mit Pflueckmaschinen abgelesen.
Kaelte macht den Rosenkohl milder
Winterliche Temperaturen schaden den spaeten Sorten nicht. Im Gegenteil: Wie das BZfE erlaeutert, mildern laengere Kaelteperioden die Bitterstoffe im Rosenkohl und erhoehen den Zuckergehalt. Die Roeschen schmecken dann milder und nussig-suess. Beim Einkauf lohnt sich ein genauer Blick: Frische Roeschen sind fest geschlossen, prall und kraeftig gruen. Gelbe oder welke Blaetter deuten auf aeltere Ware hin.
Naehrstofflich hat das Wintergemuese einiges zu bieten. Laut Bundeslebensmittelschluessel liefert Rosenkohl mit 76 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm deutlich mehr als eine Orange mit 45 Milligramm. Hinzu kommen nennenswerte Mengen an Folsaeure, B-Vitaminen und Mineralstoffen wie Zink, Eisen und Kalium. Der Ballaststoffgehalt liegt bei fast vier Gramm pro 100 Gramm, der Energiewert betraegt rund 40 Kilokalorien.
Statistisch gesehen ist Rosenkohl allerdings noch ein Nischenprodukt. Wie das Statistik-Portal Statista fuer das Wirtschaftsjahr 2021/2022 ermittelte, lag der Pro-Kopf-Verzehr in Deutschland bei gerade einmal 400 Gramm. Zum Vergleich: Von Weiss- und Rotkohl wurden im gleichen Zeitraum 4,6 Kilogramm pro Kopf verzehrt.
Zubereitung: Nicht zu lange garen
Das BZfE empfiehlt, das Gemuese nicht zu lange zu garen. Die Roeschen sollten nach acht bis zehn Minuten noch Biss haben. Etwas Zucker im Kochwasser oder das Garen in Gemuesebruehe koennen das typische Kohlaroma mildern. Durch die Zugabe von Kuemmel oder Fenchelsamen wird der Kohl bekoemmlicher. Klassisch harmoniert Rosenkohl mit Muskat, modern wird er in der Pfanne mit Speck, Zwiebeln oder als knuspriger Ofen-Rosenkohl mit Honig und Chili zubereitet.
Fuer die Lagerung empfiehlt das BZfE, frische Roeschen im Gemuesefach des Kuehlschranks in einem Kunststoffbeutel mit Loechern oder in ein feuchtes Tuch gewickelt aufzubewahren. Fuer laengere Haltbarkeit eignet sich das Einfrieren: Die geputzten Roeschen zwei bis drei Minuten blanchieren, in Eiswasser abschrecken und luftdicht einfrieren. So bleibt Rosenkohl bis zu einem Jahr frisch.



